Westrich-Keyenberg

Keyenberg ist eine ländliche Ortschaft im Stadtgebiet von Erkelenz im Kreis Heinsberg. Seit 1972 ist Keyenberg ein Stadtteil von Erkelenz. In den kommenden Jahrzehnten muss das Dorf dem Tagebau Garzweiler weichen. Keyenberg hat 868 Einwohner (Stand 31. Dezember 2005).

Geografie

Keyenberg liegt am Rande der Erkelenzer Börde im Quellgebiet der Niers.

Geschichte

Im Jahre 893 n. Chr. wurde der Ort erstmals urkundlich als cheyenburghc erwähnt. Damals befand sich ein befestigter Herrenhof im Besitz der Abtei Prüm, hinzu kamen die Kirche und zehn kleinere Höfe. Jener Herrenhof lag nicht auf einem Berg sondern in der Niersniederung. 1381 wurde er Keyenberch genannt.

Im Dorf existierten im Mittelalter zwei Rittersitze; Haus Keyenberg und Haus Pattern, die letztere Burg wurde 1642 zerstört.

Spätestens seit dem 14. Jahrdundert gehörte Keyenberg zum Herzogtum Jülich. Von 1398 bis 1554 bildete der Dingstuhl Keyenberg mit Berverath und Westrich ein eigenes Gericht, dann wurde es dem Gericht Wanlo zugeschlagen. Wanlo wiederum lag im jülischen Amt Kaster.

Im Achtzigjährigen Krieg hatte das Dorf in den Jahren 1585 und 1586 unter dem Einfall spanischer Truppen zu leiden.

Unter der französischen Herrschaft von 1794 bis 1814 gehörte Keyenberg zur Mairie Kuckum im Kanton Erkelenz.

1815 gelangte Keyenberg zu Preußen. Die ehemalige Mairie Kuckum wurde zur Bürgermeisterei Keyenberg im Landkreis Erkelenz, aber ohne den Ort Kuckum, das zur Bürgermeisterei Wanlo kam. Die neue Bürgermeisterei Keyenberg bestand aus den Orten Berverath, Borschemich, Kaulhausen, Keyenberg, Venrath und Westrich.

1848 wurde die Bürgermeisterei in die drei Spezialgemeinden Keyenberg, Borschemich und Venrath aufgeteilt. Zu Keyenberg gehörten Berverath und Westrich, zu Venrath Kaulhausen. Die Bürgermeisterei blieb aber weiterhin bestehen.

1938 wurden die Bürgermeistereien Keyenberg und Immerath zu dem neuen Amt Holzweiler zusammengelegt. 1972 wurde das Amt aufgelöst und die Gemeinden Teil der Stadt Erkelenz.

Religion

Keyenberg hat eine der ältesten Kirchen im Erkelenzer Land. 893 war sie Eigenkirche der Abtei Prüm.

Im 13. Jahrhundert gelangte die Kirche vermutlich vorübergehend an das Haus Wickrath. 1289 wurde erstmals das Kölner Stift St. Maria im Kapitol als Patronatsherr erwähnt, bis 1794 verblieb die Keyenberger Kirche in dessen Besitz.

Um 1720 entstand durch den damaligen Pfarrer die Legende, dass die Kirche in Keyenberg durch die Heilige Plektrudis errichtet worden sei.

Im 18. Jahrhundert feierte die katholischen Keyenberger jeden Übertritt eines evangelischen Erwachsenen mit Böllerschüssen.

Bis 1804 gehörte der Nachbarort Borschemich als Filialkirche zu Keyenberg, bevor dieser dann selbstständige Pfarrgemeinde wurde.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist katholisch. Die evangelischen Einwohner gehören zur Gemeinde Wickrathberg.

 

Quelle: Wikipedia

 

Unterwestrich und Oberwestrich sind zwei kleine ländliche Ortsteile der Stadt Erkelenz im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Am westlichen Ortsrand von Unterwestrich liegt, umgeben von Wassergräben, der Zourshof. Diese Siedlungen liegen im Abbaugebiet des Tagebaues Garzweiler II, werden also zukünftig abgebaggert und daher umgesiedelt.

Beide Ortsteile sind eng miteinander verbunden, was ja schon an ihrem gemeinsamen Namen Westrich deutlich wird. Sie werden daher in diesem Artikel gemeinsam dargestellt.

Unterwestrich hat 143 und Oberwestrich 24 Einwohner (Stand 30. Juni 2006).

Geografie

Unterwestrich und Oberwestrich liegen am Rande der Erkelenzer Börde. Bei Unterwestrich befindet sich das Quellgebiet der Niers.

Ortsname

Im Jahre 1285 wurde erstmals der Ort Westrich urkundlich erwähnt. Der Name lässt sich von den zwei althochdeutschen Wörtern westar (= westlich) und richi (=Reich, Landstrich) ableiten und bezieht sich auf den Nachbarort Kuckum.

Geschichte

1377 wurde ein freiadeliger Hof, der Hoyve tot Westrich erstmals genannt. Die Benediktiner Abtei Gladbach besaß von 1285 bis 1794 Zinsgüter in Westrich. Das Kreuzherrenkloster von Wickrath hatte einen Erbpachthof, dieser wurde an die Erbpächter verpachtet. Der Zourshof war im Mittelalter der Sitz der Ritter von Zours.

Westrich gehörte im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zum benachbatern Ort Keyenberg. Während der französischen Zeit von 1794 bis 1814 gehörte Westrich zur Mairie Kuckum und von 1816 bis 1935 zur Bürgermeisterei Keyenberg. 1935 wurde diese Bürgermeisterei aufgelöst und in das Amt Holzweiler eingegliedert. 1972 gelangte Westrich zur Stadt Erkelenz.

Religion

Die Bevölkerung ist mehrheitlich katholisch. Westrich gehört schon immer zur Pfarre Keyenberg. Eine Kapelle ist nicht vorhanden.

 

Quelle: Wikipedia

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